21.03.2024
Fraktionsinitiative 2024 der CSU und Freien Wähler : Kunst und Kultur profitieren – „Grüne Gräben“ für die Neubildung von Grundwasser
Die Landtagsabgeordneten Björn Jungbauer (CSU) und Felix Freiherr von Zobel (Freie Wähler) sind sehr erfreut darüber, dass mehrere Projekte aus dem Landkreis Würzburg mit Mitteln aus der Fraktionsinitiative von CSU und Freien Wähler 2024 unterstützt werden. Beide haben sich bei den Beratungen für die Vergabe der Zuschüsse im Bayerischen Landtag dafür eingesetzt.
Zur Erneuerung der Bühnentechnik der Spitalbühne des Fränkischen Spitalmuseums stehen der Stadt Aub insgesamt 45.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. „Damit soll unter anderem die Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt werden“, so Felix Freiherr von Zobel. Die Spitalbühne wird von Vereinen und Künstlern überregional genutzt und bietet aufgrund der Einbettung im historischen Spital ein in der Umgebung einmaliges Ambiente. Im Frühjahr und Sommer finden viele Veranstaltungen mit einem vielfältigen Programm statt. Träger des Fränkischen Spitalmuseums Aub ist die Stadt Aub, ein Förderverein unterstützt die Kommune bei Organisation und Unterhalt. „Ich danke den beiden Landtagsabgeordneten Björn Jungbauer und Felix Freiherr von Zobel für ihr Engagement für unsere Spitalbühne. Wie feiern heuer das 20-jährige Jubiläum der Spitalbühne, dank der Mittel des Freistaats können wir nun die Bühnentechnik erneuern“, so Roman Menth, 1. Bürgermeister der Stadt Aub.
Fördermittel aus der Fraktionsinitiative der CSU und Freien Wähler stehen im Rahmen von 60.000 Euro für die Erneuerung der fast 30 Jahre alten Bühne im Kartoffelkeller Giebelstadt bereit. „Zudem kann mit den Zuschüssen die Technik ausgetauscht und erweitert werden, damit zukünftig auch der Vorraum für Zuschauerplätze umgenutzt werden kann, was die Zuschauerkapazität im Kartoffelkeller erhöht“ so Stimmkreisabgeordneter Björn Jungbauer. Der Kartoffelkeller befindet sich unter der einstigen Zehntscheune des Zobelschlosses in Giebelstadt und ist Bühne für verschiedene Theater, Kunst- und Kulturveranstaltungen. Eigentümerin ist der Markt Giebelstadt, der Kulturverein Giebelstadt kümmert sich um die Organisation der Spielstätte welche überregionale Bedeutung hat. „Durch die Schließung des Kabaretts Bockshorn (Würzburg) fehlen in der Region Bühnenflächen für Künstler, daher ist bereits eine stärkere Nachfrage im Kartoffelkeller als Spielstätte festzustellen. Wir freuen uns daher über die Unterstützung des Freistaats Bayern bei der Erneuerung der Bühnentechnik“, so Helmut Krämer, 1. Bürgermeister des Marktes Giebelstadt.
Ein weiteres gefördertes Projekt ist der Kultursommer MainDreieck 2024, der in den Monaten Juli und August stattfindet und für den 10.000 Euro an Förderung aus der Fraktionsinitiative bereitstehen. Veranstaltet wird der Kultursommer vom „Verein zur Förderung des Internationalen Gitarrenfestivals am Maindreieck“ und von der Interkommunalen Allianz MainDreieck. Auf dem Programm stehen Veranstaltungen wie Open Air Kino, Konzerte und Schauspiel.
Des Weiteren erhält die Maßnahme „Grüne Gräben“ in den Landkreisen Kitzingen und Würzburg 150.000 Euro. Hier hat sich auch Barbara Becker, die direkt gewählte Landtagsabgeordnete der CSU aus dem Stimmkreis Kitzingen eingesetzt. „Unterfranken zählt zu den trockensten Regionen in Bayern. Hierdurch entstehen besondere Herausforderungen für die Nutzung von Grundwasser wie beispielsweise in der „Bergtheimer Mulde““ so Barbara Becker. Auch in der Bergtheimer Mulde erfolgt die Ableitung von Oberflächenwasser und Drainagen durch Gräben den zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen. Im Rahmen eines Pilotprojekts im Amtsbereich des Amts für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (ALEF) Kitzingen-Würzburg sollen diese als „Grüne Gräben“ versuchsweise zum Wasserrückhalt in der Fläche genutzt und die Effekte evaluiert werden. „Ziel dabei ist, dass so durch die Aufstauung von Wasser in den Gräben dieses direkt vor Ort flächig versickern kann und dadurch der Landschaftswasserhaushalt verbessert wird“, so Stimmkreisabgeordneter Björn Jungbauer. Dafür müssen an den Abfluss anpassbare und verschließbare Staubauwerke in Gräben errichtet werden „Des weiteren sollen Messtechnik und Wetterstationen werden, damit die Wirkung der „Grünen Gräben“ ausgewertet und deren Effekt für die Grundwasserneubildung erhoben werden kann“, so Landtagsabgeordneter Felix Freiherr von Zobel. Mit den Mitteln von 150.000 Euro können nun Zuschüsse für dieses in Unterfranken pilothafte Modell durch das AELF an Kommunen und Landwirte gegeben werden. „Unser Ziel ist es mit den Geldern aus der Fraktionsinitiative insgesamt 15 „Grüne Gräben“ zum Wasserrückhalt Stadt und Landkreis Würzburg und dem Landkreis Kitzingen zu errichten und deren Auswirkungen auf den Wasserhaushalt zu evaluieren“, so Dr. Andrea Behr, die Stimmkreisabgeordnete der CSU aus Würzburg.
Auf Initiative von CSU und Freien Wählern fließen aus dem Staatshaushalt 2024 rund 100 Millionen Euro vor allem in die Bereiche Ländlicher Raum, Wissenschaft und Forschung, Sicherheit sowie Kunst und Kultur. So bilden ihre Initiativen Bayern in seiner ganzen Vielfalt ab. Ziel der Fraktionsinitiativen ist es, bayerweite Akzente zu setzen und wichtige örtliche Anliegen in den Fokus zu rücken. Die finale Abstimmung über den Doppelhaushalt 2024/2025 findet ab dem vierten bis zum sechsten Juni 2024 im Landtag statt. Nach einer Entscheidung der Fraktionsspitzen der Koalition stehen nun Beschlüsse durch den Haushaltsausschuss und durch den Bayerischen Landtag (3-Tages-Plenum vom 4. – 6. Juni 2024) an. Da die Mehrheit der Koalition aus CSU und Freien Wählern die Vorhaben unterstützt, gilt die Bereitstellung der Gelder im Landtag als Formsache.
Auf dem Bild zu sehen sind im Kartoffelkeller von links nach rechts: Helmut Krämer, 1. Bürgermeister Markt Giebelstadt, Tobias Then, 2. Vorsitzender Kulturverein Giebelstadt, Roman Menth, 1. Bürgermeister Stadt Aub und Björn Jungbauer, Landtagsabgeordneter - (Der Landtagsabgeordneter Felix Freiherr von Zobel fehlte krankheitsbedingt beim Ortstermin)
Bild: Matthias Ernst, Stimmkreisbüro Jungbauer