Der Um- und Neubau des ehemaligen Luitpoldkrankenhauses in Würzburg schreitet weiter voran. Nachdem im nördlichen Gebäudeteil der ehemaligen Chirurgie bereits das Rudolf-Virchow-Zentrum fertiggestellt wurde, ist nun die Unterbringung des Instituts für Anatomie und Zellbiologie in der baulichen Durchführung. Bei den notwendigen Rückbauarbeiten wurde jedoch ein deutlich schlechterer Gebäudezustand festgestellt als ursprünglich prognostiziert.
Die daher erforderlichen, zusätzlichen Baumaßnahmen verursachen gemeinsam mit konjunkturbedingten Preissteigerungen Mehrkosten von rund 42 Millionen Euro. Der Landtagsabgeordnete und Mitglied des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags Felix von Zobel (FREIE WÄHLER) erklärt: „Die Mehrkosten sind bedauerlich, die notwendigen Maßnahmen aber unverzichtbar. Wir müssen die historische Bausubstanz fachgerecht sanieren, um das Gebäude langfristig für Forschung und Lehre nutzen zu können.“
Damit steigen die Teilkosten für die Unterbringung des Instituts für Anatomie und Zellbiologie auf rund 111,6 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist derzeit für Ende 2031 vorgesehen. Auch das Institut für Physiologie soll in das denkmalgeschützte Gebäude einziehen. Die entsprechenden Baumaßnahmen befinden sich aktuell in der Planungsphase.
„Diese Investition in den Forschungsstandort Würzburg unterstreicht das klare Bekenntnis des Freistaats zu modernster Wissenschaft und ermöglicht eine nachhaltige Nutzung des historischen Gebäudebestands. Zugleich müssen wir die Kostenentwicklung und den Baufortschritt konsequent im Blick behalten. Kostensteigerungen müssen Ausnahmen bleiben und dürfen nicht zur Regel werden“, so von Zobel abschließend.